Zugang zu den Chancen der Schweizerischen Forschungsförderung

Die Schweizerische Forschungsförderung durch die haz zugang ist ein zentraler Baustein für Innovation und Wettbewerbsfähigkeit des Landes. Während die Schweiz international für exzellente Forschung bekannt ist, bleibt der Zugang zu Fördermitteln oft undurchsichtig – besonders für kleinere Institute, Start-ups und internationale Teams. Hier zeigt sich ein strukturelles Problem: Die Bürokratie, die fehlende Transparenz und die unklare Priorisierung von Projekten bremsen die Effizienz. Doch hinter diesen Hürden stecken konkrete Chancen, die sich lohnen, besser zu verstehen.

Seit 2015 hat die haz zugang als zentrale Plattform die Rolle übernommen, Förderanträge zu koordinieren und die Auswahlprozesse zu vereinfachen. Doch während die Zahlen zeigen, dass jährlich rund 2,3 Milliarden Franken an Forschungsgeldern vergeben werden – ein Betrag, der mehr als ein Viertel der gesamten öffentlichen Ausgaben für Bildung in der Schweiz ausmacht –, scheitern bis zu 40 % der Anträge an formalen Kriterien. Das sind Tausende potenzieller Projekte, die nie die Chance erhalten, ihre Ideen umzusetzen. Besonders kritisch ist dies für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, deren Karrierechancen oft von der Erfolgsquote ihrer ersten Förderanträge abhängen.

Ein zentraler Hebel, um diese Blockaden zu überwinden, liegt in der Digitalisierung der Prozesse. Die haz zugang nutzt zwar moderne Tools wie digitale Formulare und automatisierte Prüfungen, doch die manuelle Überprüfung durch Expertenkommissionen bleibt ein Zeitfresser. Studien zeigen, dass eine vollständige Bearbeitung eines Antrags im Schnitt zwischen sechs und zwölf Monaten dauert – eine Zeitspanne, die für viele Forscher zu lang ist, um mit den dynamischen Entwicklungen in der Wissenschaft Schritt zu halten. Hier fehlt es an klaren Zeitrahmen und an einer besseren Integration der Fördergelder mit den Bedürfnissen der Forschungspraxis.

Doch es gibt auch positive Beispiele, die zeigen, wie die haz zugang die Forschungslandschaft verbessern kann. So hat die Plattform in den letzten Jahren die Anzahl der internationalen Kooperationen deutlich gesteigert – von 20 % auf über 35 %. Einer der erfolgreichsten Projekte ist das von der SNSF geförderte Programm „Swiss National Science Foundation International“ (SNF-INT), das gezielt internationale Teams unterstützt. Ein Beispiel ist das Projekt „Quantum Networks“, bei dem Schweizer Forscher mit Partnern aus den USA und Japan zusammenarbeiten. Durch die Vereinfachung der Antragsprozesse konnten sie in nur drei Jahren ein Pilotnetzwerk aufbauen, das heute als Vorreiter für die Quantenkommunikation gilt.

Doch um diese Erfolge zu verdoppeln, braucht es strukturelle Reformen. Eine erste Priorität wäre die Einführung eines „Förderstatus“ für junge Wissenschaftler, der ihnen eine längere Laufzeit für ihre ersten Projekte ermöglicht. Aktuell müssen sie nach nur zwei Jahren eine neue Bewerbung einreichen, was die Chancen für innovative, aber risikoreiche Ideen stark einschränkt. Zudem sollte die haz zugang mehr Transparenz in die Kriterien für die Auswahl schaffen. Statt pauschaler Bewertung nach „Exzellenz“ müssten die Kommissionen konkrete Auswirkungen auf die Gesellschaft und die Wirtschaft bewerten – etwa wie ein Projekt die Arbeitsplätze in der Region sichert oder neue Technologien beschleunigt.

Ein weiterer Ansatz wäre die stärkere Verknüpfung der Forschungsförderung mit den Bedürfnissen der Wirtschaft. Aktuell fließen nur rund 15 % der Forschungsgelder in anwendungsorientierte Projekte, die direkt Unternehmen und Start-ups nutzen können. Doch gerade in der Schweiz, wo die Wirtschaft eng mit der Forschung vernetzt ist, fehlt es an klaren Mechanismen, um Wissen schneller in die Praxis zu übertragen. Hier könnte die haz zugang durch gezielte Förderlinien für „Transferprojekte“ eine Brücke schlagen – etwa durch eine kürzere Laufzeit und niedrigere Hürden für Unternehmen, die mit Forschungsinstituten zusammenarbeiten.

  • Seit 2015 wurden über 2,3 Milliarden Franken an Forschungsgeldern durch die haz zugang vergeben.
  • Bis zu 40 % aller Förderanträge scheitern an formalen Kriterien.
  • Die Bearbeitungsdauer eines Antrags beträgt im Schnitt zwischen sechs und zwölf Monaten.
  • Die Anzahl internationaler Kooperationen stieg von 20 % auf über 35 %.
  • Nur 15 % der Forschungsgelder fließen in anwendungsorientierte Projekte.

Die haz zugang ist mehr als eine Plattform – sie ist ein Schlüssel für die Zukunft der Schweizer Forschung. Doch um ihre volle Wirkung zu entfalten, braucht es Mut zur Veränderung. Ob durch Digitalisierung, mehr Transparenz oder eine bessere Verbindung zur Wirtschaft: Die Chancen sind groß, doch die Hürden sind real. Wer die haz zugang wirklich nutzen will, muss jetzt handeln – bevor die nächsten Generationen von Forschenden die Chance verlieren, ihre Ideen zu verwirklichen.

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